Juventus verliert seine Identität – Wer stoppt den Niedergang?
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Serie A soccer.ch Spiele Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Transfermarkt Ⳇ Verbreitung
Juventus Turin verliert nicht nur Fussballspiele. Der italienische Rekordmeister verliert seit Jahren etwas, das seinen Aufstieg zur europäischen Weltmacht überhaupt erst ermöglicht hat: seinen kompromisslosen Anspruch, gewinnen zu müssen. Seit dem letzten Scudetto 2020 ist die nationale Dominanz verschwunden. Das 0:3 gegen Lazio zeigt nun, wie tief die Krise reicht. Nicht nur Luciano Spalletti steht infrage, sondern eine Klubführung, die wiederholt Geld, Zeit und Vertrauen verspielt hat. Besonders alarmierend sind die Widersprüche in der Personalpolitik. Im April verlängerte Juventus Spallettis Vertrag bis 2028, obwohl die Champions-League-Qualifikation noch nicht gesichert war. Im Oktober erhielt Nico González einen neuen Vertrag bis 2030, nachdem er im Vorjahr noch an Atlético Madrid abgegeben worden war. Gleichzeitig meldet der Klub für 2025/26 einen Verlust von 66 Millionen Euro. Die Entscheidungen werfen die Frage auf, ob Juventus überhaupt noch nach einer langfristigen sportlichen Strategie handelt. Für Millionen Anhänger in Italien und weltweit steht weit mehr als eine enttäuschende Saison auf dem Spiel. Juventus gehört der Agnelli-Elkann-Familie seit Generationen und ist eine der bedeutendsten Fussballmarken Europas. Auch in der Schweiz besitzt der Klub eine grosse Anhängerschaft. Doch internationaler Ruhm schützt nicht vor einem schleichenden Prestigeverlust. Wenn sich ein Verein dieser Grösse über Jahre mit Mittelmass arrangiert, beschädigt er sein eigenes Fundament.
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