Roadhouse Luzern schliesst nach 22 Jahren ohne Ruhetag für Umbau und Neuausrichtung

Der letzte Abend im bisherigen Roadhouse steigt am 25. Juli. Die Wiedereröffnung ist am 9. September 2026, auf den Tag genau 22 Jahre nach der ersten Öffnung.

Das Roadhouse Luzern direkt beim Hauptbahnhof schliesst erstmals seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 für einen Umbau. Nach 22 Jahren, in denen das Lokal an keinem einzigen Tag geschlossen war, geht der bekannte Betrieb für rund sechseinhalb Wochen in Pause. Der letzte Abend im bisherigen Roadhouse findet am Samstag, 25. Juli statt, geöffnet ist bis um 04.00 Uhr in der Nacht auf Sonntag, 26. Juli. Wiedereröffnet wird am 9. September 2026.

Seit 2004 gehört das Roadhouse zum Ausgang in Luzern. Eingemietet im Hotel Monopol und nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, ist es weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt und zieht auch Gäste aus dem Tourismus an. Zum Markenzeichen wurden die langen Öffnungszeiten. Wer in Luzern seine Ausgangszeit verbracht hat, war früher oder später im Roadhouse.



Beim Umbau bleiben die Räumlichkeiten mit ihren verschiedenen Ebenen bestehen, denn sie sind Teil des Charakters des Roadhouse. Erneuert werden Mobiliar und Verkleidungen, die Materialisierung wird zeitgemässer, und auch das Soundkonzept wird angepasst. Ziel ist ein modernerer Auftritt und ein noch stärkerer Wohlfühlcharakter. Für Innenarchitektur und Innenausbau ist die Firma Studer & Co AG verantwortlich, das Soundsystem stammt von Skuma, für die Elektronik zeichnen die Firmen Cimenti Lipp AG und STS verantwortlich. Weitere Betriebe sind in die Materialzulieferung eingebunden.

„Das Roadhouse ist über die Jahre stetig gewachsen und wurde laufend angepasst. Jetzt ist die Materialisierung in die Jahre gekommen, und es ist Zeit, uns für die nächsten Jahre neu aufzustellen“, sagt Geschäftsführer Patrick Heer. „Dass wir am 9. September wiedereröffnen, exakt 22 Jahre nach dem Start, fühlt sich für uns an wie eine Wiedergeburt. Das Roadhouse hat genug Substanz, Bekanntheit und Charakter, um sich neu auszurichten, ohne seine Identität zu verlieren.“



Mit dem Umbau richtet das Roadhouse auch sein Programm neu aus. Geplant sind verstärkte Events und klarere Partykonzepte, die in den Monaten nach der Wiedereröffnung weiterentwickelt werden. An den Wochenenden soll neu mehr als nur ein Musikstil laufen, Heer spricht von einem Club-im-Club-Charakter. Auch die Apéro-Kultur wird bewusst gefördert. Nicht ausgeschlossen ist zudem die Rückkehr der Live-Band-Abende, die früher fester Bestandteil des Roadhouse waren. Neu sollen sich einzelne Räumlichkeiten auch für private Anlässe buchen lassen.

Was das Roadhouse trotz Erneuerung nicht wird, ist für Heer klar. „Seit wir den Umbau angekündigt haben, werden wir gefragt, ob wir jetzt ein Schickimicki-Club werden. Das werden wir nicht“, sagt er. „Das Roadhouse soll für die Gäste das Roadhouse bleiben, mit seinem Wohlfühlcharakter und den verrückten Nächten. Wir rücken einfach den Gast noch stärker in den Mittelpunkt.“

Diesen Fokus auf die Gäste verfolgt Heer, seit er im Oktober 2025 die Geschäftsführung übernommen hat. Dazu gehört eine bewusstere Selektion am Einlass. Ziel sei nicht, einzelne Gästegruppen auszuschliessen, sondern die Aufenthaltsqualität, die Sicherheit und die Stimmung aktiv zu steuern. Gerade bei hohem Andrang werde verstärkt darauf geachtet, dass ein angenehmes und friedliches Miteinander gewährleistet bleibt. Grundsätzlich sei jeder Gast willkommen, sofern Verhalten und Situation am Eingang passen.



Bevor umgebaut wird, verabschiedet sich das Roadhouse gemeinsam mit seinen Gästen vom bisherigen Lokal. Am 25. Juli steigt die Ustrinkete, ein letzter Abend im Zeichen des Miteinanders. Getreu dem Namen wird ausgetrunken, was noch offen ist. Das Team nutzt den Anlass, um sich bei allen Gästen der vergangenen 22 Jahre zu bedanken.

„Ich kenne das Roadhouse selbst seit 22 Jahren und war auch privat oft und lange hier. Etwas Wehmut ist dabei, aber die Vorfreude überwiegt“, sagt Heer. „In den letzten Monaten habe ich so viele schöne Geschichten gehört, von Gästen, die hier ihre Liebe kennengelernt oder Freundschaften geschlossen haben. Genau das soll weiterleben.“

 

Quelle: Roadhouse Luzern
Bildquelle: Roadhouse Luzern