Denkmalschutz

Archäologie im Aargau: Publikation zu Töpferhandwerk in Würenlingen erschienen

In zwei Rettungsgrabungen der Kantonsarchäologie kamen in Würenlingen 2020 und 2021 ein Töpferofen aus der Zeit um 1400 sowie Abfallhalden mit Keramikscherben zum Vorschein. Die Auswertung erbrachte erstmals den archäologischen Beleg von spätmittelalterlichem Töpferhandwerk ausserhalb städtischen Gebiets. Nun ist die Publikation „Töpfern auf dem Lande“ in der Reihe „Archäologie im Aargau“ erschienen. Beim Aushub von Alterswohnungen an der Sonnenbergstrasse in Würenlingen wurde 2021 ein Töpferofen entdeckt. Schon zuvor war im Sommer 2020 im Randbereich einer Baugrube am Rennweg eine Grube mit Keramikscherben zum Vorschein gekommen. In zwei Rettungsgrabungen untersuchte die Kantonsarchäologie die archäologischen Strukturen und barg die Funde. Die Resultate der Auswertung dieser Überreste sind nun in einer wissenschaftlichen Publikation der Kantonsarchäologie veröffentlicht worden.

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Einblick in Gotthard-Schätze – spektakuläre Funde präsentiert

Die Mineralienausstellung im Schloss A Pro in Seedorf wächst weiter – und mit ihr die Faszination für die verborgenen Schätze des Gotthards. Peter Amacher, Mineralienaufseher des Kantons Uri, und sein Mitarbeiter haben die beliebte Ausstellung mit Tunnelmineralien um eine zusätzliche Vitrine erweitert.

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Erfolgreiche Messe Bauen+Wohnen Luzern im KKL legt Fokus auf nachhaltige Baukultur

Die Bauen+Wohnen Luzern blickt auf ein erfolgreiches Messewochenende im KKL Luzern zurück. Von Freitag bis Sonntag informierten sich über 7’000 Besucherinnen und Besucher über aktuelle Entwicklungen rund um Bauen, Sanieren, Wohnen und Energie. Besonders gross war das Interesse an den praxisnahen Fachvorträgen, die fundiertes Wissen und konkrete Lösungsansätze für Immobilienbesitzer und Bauherrschaften vermittelten.

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Bronzezeitliche Kupferbarren aus Möriken-Wildegg belegen Handel bis nach Zypern

Acht unscheinbare Metallobjekte aus einer Rettungsgrabung der Kantonsarchäologie in Möriken-Wildegg im Jahr 2021 entpuppen sich als bronzezeitliche Kupferbarren. Metallanalysen an den 3'400 Jahre alten Funden belegen verschiedene Herkunftsorte des Kupfers, darunter die östlichen und südlichen Alpen. Überraschend war der Nachweis von Kupfer aus Zypern.

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Archäologie-Rückblick Zug: Öffentlicher Vortrag mit Funden aus Römerzeit & Mittelalter

Neues zum römischen Monumentalbau im Äbnetwald und mittelalterlicher Hühnerdreck in der Altstadt von Zug: Das Amt für Denkmalpflege und Archäologie blickt auf ein spannendes Archäologie-Jahr 2025 zurück. Fachpersonen präsentieren die Höhepunkte am Sonntag, 25. Januar 2026, 15.00 Uhr an der Hofstrasse 22 in Zug.

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Rebecca Nobel übernimmt Leitung des Museums für Urgeschichte(n) in Zug

Das Kantonale Museum für Urgeschichte(n) in Zug erhält eine neue Leitung: Rebecca Nobel übernimmt am 1. Mai 2026 die Museumsleitung und tritt damit die Nachfolge von Ulrich Eberli an, der das Museum seit 2004 mit grossem Engagement geführt hat und Ende Mai 2026 in den Ruhestand tritt. Ulrich Eberli prägte das Kantonale Museum über mehr als zwei Jahrzehnte nachhaltig.

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Wakkerpreis 2026 für Brig-Glis: Vorbildlicher Umgang mit Baukultur und Klimaanpassung

Der Schweizer Heimatschutz würdigt Brig-Glis für die innovative Nutzung historischer Bauten. Brig-Glis fördert eine kulturell und sozial bereichernde Nutzung ihres baukulturellen Erbes. Die Walliser Gemeinde verbindet dabei Tradition und Innovation auf beispielhafte Weise. Durch die sinnvolle Nutzung historischer Bauten, die Integration zeitgenössischer Architektur und die Anpassung der Stadträume an das veränderte Klima, positioniert sich die alpine Stadt als resilienter und innovativer Lebensraum – dies würdigt der Schweizer Heimatschutz mit dem Wakkerpreis 2026.

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Fluhweg Illgau: Sanierung in traditioneller Bauweise erhält Kulturerbe langfristig

Mit der Instandstellung des Wanderwegs zwischen der Talstation der Seilbahn Ried/Muotathal und Illgau erstrahlt ein historischer Zeitzeuge in neuem Glanz. Die Sanierung wurde in traditioneller Handwerkskunst mit Trockenmauern aus lokalem Kalkstein ausgeführt – ganz ohne Beton oder Mörtel.

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Kanton Obwalden sichert Zukunft des Museums mit Sanierung und neuer Ausstellung

Der Regierungsrat erteilt für dringende Sanierungsmassnahmen am Museum Obwalden einen Objektkredit von 755 000 Franken. Für die neue Dauerausstellung stellt er aus dem Swisslos-Fonds 190 000 Franken zur Verfügung. Damit der Museumsbetrieb des Museums Obwalden gewährleistet ist, sind bauliche Massnahmen nötig. Das historische Gebäude weist statische und technische Mängel auf.

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Neumühlebrücke Lauperswil: Spezialpreis Denkmalpflege 2025 für meisterhafte Sanierung

Als funktionales Bauwerk ist sie schlicht, als Kulturgut von grossem Wert: Die Neumühlebrücke in Lauperswil (BE) wurde 2025 mit dem Spezialpreis Denkmalpflege ausgezeichnet – für die gelungene Instandsetzung eines jahrzehntelang genutzten, historischen Verkehrsübergangs. Die Auszeichnung würdigt ein Projekt, das konstruktive Notwendigkeit, denkmalpflegerische Verantwortung und regionale Identität vereint. Das Brückenbauwerk über die Emme wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Denkmalpflege und Fachingenieuren umfassend instand gesetzt – ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren.

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Zeitzeugen aus Stein: Warum historische Bauten Identität stiften

Historische Bauwerke sind mehr als alte Mauern. Sie sind Zeugen der Zeit, Träger kollektiver Erinnerungen und sichtbare Ausdrucksformen kultureller Identität. Wo Architektur Geschichte bewahrt, entsteht Bindung – zu Orten, Werten und Gemeinschaften. Gerade in der Schweiz, wo Baukultur tief in der Gesellschaft verankert ist, prägt die Denkmalpflege weit mehr als nur das Stadtbild. Ob Kloster, Bürgerhaus oder Industriehalle – jedes Bauwerk erzählt von Menschen, Ideen und gesellschaftlichen Veränderungen. Wer hinschaut, erkennt darin nicht nur Geschichte, sondern die Grundlagen des heutigen Selbstverständnisses einer Region.

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Vom Mörtel zur Mikroskopie: Wie Wissenschaft die Denkmalpflege verändert

Die Denkmalpflege steht längst nicht mehr nur für Handwerk, Tradition und Pinselarbeit. Heute ist sie ebenso ein interdisziplinäres Feld zwischen Baugeschichte, Chemie, Materialwissenschaft und digitaler Analyse. Moderne Forschung öffnet neue Wege, um historische Substanz zu verstehen, zu bewahren – und dabei ihre Authentizität zu wahren. Wer alte Mauern restauriert, arbeitet nicht mehr allein mit Gefühl, sondern mit Laborberichten, Datenmodellen und mikroskopischen Aufnahmen. Denn jeder Stein, jeder Putz, jeder Mörtel erzählt eine Geschichte – nur wer sie wissenschaftlich lesen kann, erhält sie für die Zukunft.

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Salze und Splitt: Wie Streumittel historischen Bodenbelägen schaden

Salze, Splitt und andere Streumittel sind im Winter wirkungsvoll gegen Glätte – doch gerade bei historischen Bodenbelägen können sie erhebliche Schäden verursachen. Die richtige Wahl und Handhabung ist deshalb entscheidend für den Substanzerhalt. Winterdienst unterstützt Sicherheit und Mobilität, aber der Einsatz von Tausalzen und Abstumpfmitteln kann für denkmalgeschützte Wege, Plätze oder Pflasterflächen problematisch sein. Chemische Salze dringen in poröse Materialien ein, kristallisieren und erzeugen innere Spannungen, die zu Abplatzungen, Rissen oder Materialverlust führen. Ebenso können grobe Splitt‑ oder Sandkörner durch mechanische Beanspruchung Oberflächen abschmirgeln oder Fugen beschädigen – langfristige Folgen, die über die kalte Jahreszeit hinaus spürbar sind.

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Winterkontrollen: Was Wartung und Monitoring bei Denkmälern leisten

Regelmässige Winterkontrollen, Wartung und Monitoring sind essenziell für den Substanzerhalt historischer Gebäude. Sie helfen Schäden frühzeitig zu erkennen und teure Restaurierungen zu vermeiden. Historische Denkmäler stehen im Winter vor besonderen Belastungen: Schnee, Eis, Frost, wechselnde Feuchtigkeit und thermische Spannungen beanspruchen die Bausubstanz stark. Ohne systematische Inspektionen und Wartung kann es zu Rissen, eindringender Feuchtigkeit, Frostschäden oder Materialverlust kommen – oft erst sichtbar, wenn kostenintensive Eingriffe nötig werden. Vorbeugende Massnahmen gerade in der kalten Jahreszeit schützen wertvolle Strukturen und sichern das kulturelle Erbe.

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Notfall- und Krisenmanagement bei Kulturgütern

Historische Gebäude, Kirchen, Archive, Museen, Sammlungen und Kulturlandschaften prägen die Ortsbilder und stehen für Wissen, Erinnerung und handwerkliche Tradition. Gleichzeitig sind diese wertvollen Zeugnisse der Vergangenheit zunehmend vielfältigen Risiken ausgesetzt: Extremwetterereignisse werden häufiger, technische Defekte können folgenschwere Brände auslösen, und auch menschliches Fehlverhalten wie Vandalismus oder unsachgemässe Lagerung kann Kulturerbe gefährden. Deshalb kommt dem Notfall- und Krisenmanagement eine Schlüsselrolle zu. Ein gut vorbereiteter Notfallplan schützt die Substanz, verkürzt Reaktionszeiten und hilft, Schäden gering zu halten. Der folgende Artikel zeigt, worauf Eigentümer, Gemeinden und Fachstellen beim Notfall- und Krisenmanagement achten sollten.

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Historische Innenräume: Vom Befund zur erlebbaren Geschichte

Innenräume sind die stillen Erzähler der Geschichte. Sie spiegeln gesellschaftliche Werte, technische Entwicklungen und ästhetische Vorstellungen ihrer Zeit. Ihre Erhaltung und Vermittlung erfordert Sensibilität, Wissen und das Zusammenspiel verschiedener Fachdisziplinen. In historischen Gebäuden offenbaren sich in Böden, Wänden, Farbschichten und Raumstrukturen die Spuren vergangener Epochen. Denkmalpflege und Restaurierung zielen darauf, diese Spuren sichtbar zu machen, ohne sie zu verfälschen. Der Weg vom bauhistorischen Befund zur erlebbaren Geschichte ist ein Prozess, der Forschung, Handwerk und Interpretation vereint.

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Finanzierung historischer Erhaltung: Modelle für private Eigentümer

Der Erhalt historischer Bauten ist eine kulturelle Aufgabe – und eine finanzielle Herausforderung. Private Eigentümer tragen oft die Hauptlast, wenn es um die Pflege denkmalgeschützter Gebäude geht. Klare Finanzierungsmodelle und staatliche Unterstützung entscheiden darüber, ob wertvolles Kulturerbe erhalten bleibt oder verloren geht. Denkmalpflege ist nicht nur Leidenschaft, sondern auch Verpflichtung. In der Schweiz stehen zehntausende Gebäude unter Schutz, viele davon in privater Hand. Der Unterhalt solcher Objekte erfordert spezifisches Wissen und hohe Investitionen. Wer diese Verantwortung trägt, braucht transparente Förderstrukturen, steuerliche Anreize und partnerschaftliche Lösungen zwischen Staat, Eigentümerschaft und Fachstellen.

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