Schauplätze

Mauern erzählen Geschichte: Wie Bauanalyse vergangene Epochen lesbar macht

Jede Mauer ist ein Archiv aus Stein, Holz und Putz – Schicht für Schicht erzählt sie Geschichte. Bauanalyse übersetzt dieses stille Wissen in Erkenntnis, sichtbar durch handwerkliche Spuren und architektonische Logik. In der Denkmalpflege beginnt jede Restaurierung mit dem Lesen des Bestands. Mauern, Fugen, Farbreste und Werkzeugspuren verraten, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Bauanalyse macht diesen verborgenen Text sichtbar – sie verbindet Handwerk, Wissenschaft und Beobachtung zu einer Art Archäologie der Architektur.

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Kulturerbe erfahrbar machen: Wie Vermittlung und Teilhabe Geschichte erhalten

Kulturerbe lebt nicht nur in Mauern, sondern in Köpfen – und dort entsteht Bindung. Erst durch Vermittlung wird Geschichte erfahrbar, Bedeutung sichtbar und Identität lebendig. Denkmalschutz ist mehr als Bewahren von Steinen. Er bedeutet auch, Menschen für historische Substanz zu sensibilisieren. Ob Museum, Bauwerk oder archäologischer Fund – nur wer versteht, was Geschichte erzählt, erkennt ihren Wert. Vermittlung wird damit zur zweiten Säule der Denkmalpflege: nicht Ergänzung, sondern Voraussetzung für Akzeptanz und Erhaltung.

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Mörtel ist nicht gleich Mörtel: Warum das Bindemittel über Erfolg oder Schaden entscheidet

Ein sorgfältig gewählter Mörtel kann ein Baudenkmal schützen – ein falsch gewählter kann es zerstören. Der Schlüssel zur nachhaltigen Erhaltung historischer Mauern liegt oft im unscheinbaren Mörtel. Ob Restaurierung, Ausbesserung oder Ergänzung – das Bindemittel entscheidet über Langlebigkeit, Kompatibilität und Feuchtigkeitsverhalten des gesamten Baukörpers. Im Folgenden werden die Zusammenhänge, Auswahlkriterien und Risiken beleuchtet.

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Tradition trifft Innovation: Junge Architekten im Dialog mit historischer Substanz

Der Brückenschlag zwischen Alt und Neu ist heute nicht mehr nur gestalterische Aufgabe, sondern kulturelle Verpflichtung – junge Architektinnen und Architekten formen mit Mut und Respekt das Erbe fort. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Identität und technischer Fortschritt zusammenspielen, wachsen visionäre Entwürfe aus der Schnittstelle von Denkmalpflege und zeitgenössischer Architektur. Der folgende Artikel beleuchtet Methoden, Risiken und Erfolgsmodelle, wie junge Planende das historisch Gewachsene weiterentwickeln können.

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Trockenmauer-Sanierung in Filzbach: Zivildienstleistende sichern Römerweg

Am Römerweg in Filzbach sanieren Zivildienstleistende eine historische Trockenmauer und tragen so zum Erhalt des Kulturerbes bei. In Filzbach sanieren derzeit Zivildienstleistende der Stiftung Umwelteinsatz einen Abschnitt der historischen Trockenmauer am Römerweg. Damit wird ein wertvolles Kulturerbe gesichert, die Landschaft aufgewertet und die Biodiversität gefördert.

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Sakrale Bauten erhalten: Restaurierung für Kirchen, Kapellen und Klöster

Sakralbauten prägen das bauliche Erbe – ihre Restaurierung verlangt sensiblen Umgang mit Substanz, Liturgie und Funktion. Zwischen historischer Authentizität, aktuellen Nutzungsansprüchen und begrenzten Budgets gilt es, ausgewogene Konzepte zu entwickeln. Der Weg führt über fundierte Diagnosen, abgestufte Eingriffe und transparente Kommunikation.

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Rettungsgrabung in Windisch: Archäologen dokumentieren ältestes Vindonissa-Lager

Rettungsgrabung in Windisch: Archäologen dokumentieren ältestes Vindonissa-Lager Im Vorfeld einer grossen Wohnüberbauung in Windisch führt die Kantonsarchäologie eine Rettungsgrabung durch. Dabei dokumentiert das Grabungsteam unter anderem die ältesten Strukturen des Legionslagers Vindonissa.

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Denkmalpflege und Tourismus: Chancen für regionale Wertschöpfung

Baudenkmäler, Ortsbilder und Kulturerbe sind nicht nur historisch bedeutsam – sie bieten touristische Potenziale, schaffen Einkommen und stärken Gemeinschaften. Wenn Denkmalpflege und Tourismus sinnvoll verbunden werden, entstehen nachhaltige Impulse für Regionen mit starkem kulturellem Profil.

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Zürich feiert 50 Jahre Denkmalschutz mit Einblicken in gelungene Umnutzungen

Ob Warenhaus, Kirche oder Stallscheune: Die Umnutzung von Gebäuden ist eng mit ihrem Erhalt verbunden und hat in der Stadt Tradition. Die neue Publikation „umnutzen & erhalten“ richtet anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Denkmalschutzjahres 1975 den Blick auf die vielschichtige Arbeit der städtischen Denkmalpflege.

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Europäische Tage des Denkmals 2025: Hotel Metropole Bern öffnet seine Türen

Am 13. September 2025 lädt die Stadt Bern zu Rundgängen durch das sanierte Hotel Metropole ein – im Zeichen des Mottos "Architekturgeschichten". Die diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals stehen unter dem Motto "Architekturgeschichten". Aus diesem Anlass zeigt die Denkmalpflege der Stadt Bern am Samstag, 13. September 2025, das ehemalige Hotel Metropole an der Ecke Waisenhausplatz/Zeughausgasse.

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Archäologischer Sensationsfund: Römische Brücke in Aegerten entdeckt

Auf einer Baustelle in Aegerten haben Mitarbeitende des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern Reste einer römerzeitlichen Brücke gefunden. Es handelt sich um zahlreiche Eichenpfähle, die einst zu den Brückenjochen gehörten. Sie überquerte die Zihl und war Teil der römischen Juratransversale. Im ehemaligen Flussbett fanden die Archäologinnen zudem zahlreiche einzigartige Objekte.

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Denkmaltage 2025: Architekturgeschichten zu Heil- und Sozialbauten in Ausserrhoden

Vom 11. bis 14. September 2025 laden die Denkmaltage dazu ein, Gesundheits- und Fürsorgeeinrichtungen als baukulturelles Erbe neu zu entdecken. Die Europäischen Tage des Denkmals vom 11. bis 14. September 2025 stehen dieses Jahr unter dem Motto „Architekturgeschichten“. Sie nehmen das 50-jährige Jubiläum des Denkmalschutzjahres zum Anlass, um über das kulturelle Erbe von Minderheiten nachzudenken. In Appenzell Ausserrhoden liegt der Fokus auf Gesundheits- und Fürsorgeeinrichtungen. Die Veranstaltungen laden dazu ein, sich mit der baulichen Geschichte des Heilens, Pflegens und sozialen Engagements auseinanderzusetzen.

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Kulturgüterschutz und Denkmalpflege: rechtlicher Rahmen in der Schweiz

Kulturgüterschutz und Denkmalpflege sind eng verflochtene Aufgabenbereiche, die den Schweizer Kulturschatz vor Vergessen und Zerstörung bewahren – insbesondere in Krisenzeiten. Der rechtliche Rahmen bildet das Fundament für wirksamen Schutz. Der Schutz von Kulturgütern ist kein Luxus – er ist Grundlage für Identität, Forschung und kollektives Gedächtnis. Nur in klar geregelten Strukturen entfaltet er seine Wirkung.

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Handwerkskunst im Fokus: Alte Techniken für zeitgemässe Restaurierungen

Historische Bauweise lebt fort, wenn traditionelle Handwerkskunst mit modernen Anforderungen verschmilzt. Alte Techniken verleihen Restaurierungen Authentizität und Nachhaltigkeit. Fachgerechte Restaurierungen bedienen sich bewährter Methoden und Materialien – ergänzt durch moderne Forschung und technische Expertise. So bleibt Denkmalpflege lebendig und zukunftsfähig.

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Denkmalschutz in der Schweiz: Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Nutzung

Der Denkmalschutz bewahrt kulturelle Identität. Gleichzeitig verlangt die Nutzung historischer Bauten nach Anpassungen an moderne Anforderungen. Die Schweiz verfügt über eine reiche Kulturlandschaft mit historischen Gebäuden, Brücken, Burgen und Gärten. Der Erhalt dieses Erbes ist zentral für Identität und Geschichte, doch er steht im Spannungsfeld zwischen Bewahrung, wirtschaftlicher Nutzung und gesellschaftlichen Veränderungen.

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Kiruna-Kirche auf Wanderschaft: Ein Denkmal zieht 5 Kilometer in neuer Präzision

Ein seltenes Ereignis der Bau- und Denkmalgeschichte: Die ikonische Kiruna-Kirche wurde im August 2025 in einem Stück versetzt. Möglich machte dies eine Symbiose aus Schwerlasttechnik und denkmalpflegerischer Sorgfalt. Die hölzerne Kirche, seit 1912 ein Wahrzeichen Nordschwedens, wurde behutsam über 5 Kilometer transportiert. Die niederländische Spezialfirma Mammoet realisierte die Bewegung, unterstützt von Denkmalpflegern, Ingenieuren und Restauratoren.

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Grabhügel auf dem Santenberg: Neue Einblicke in seltene Bronzezeit-Bestattungen

Zwischen Mai und Juli 2025 untersuchte die Kantonsarchäologie Luzern einen Grabhügel auf dem Santenberg bei Buchs (Gemeinde Dagmersellen). Bei der Notgrabung kamen mehrere Bestattungen und reiche Beigaben zum Vorschein. Ausgelöst wurde die Grabung aufgrund der natürlichen Gefährdung durch Erosion, aber auch wegen des Verdachts auf Raubgräberei.

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